Zum Wechsel in der Chefredaktion

Sehr geehrte Leserin,

sehr geehrter Leser,

Sie halten mit dieser Ausgabe der Wehrmedizinischen Monatsschrift das erste Heft unter meiner Chefredaktion in Händen oder lesen es als ePaper auf einem Ihrer digitalen Medien. Allen, die mir als „Novizen“ bei der Zusammenstellung geholfen haben, gebührt mein herzlicher Dank. Ganz besonders gilt das für den scheidenden Chefredakteur, Herrn Oberst­arzt a. D. Dr. Peter Mees, der mich auch in nächster Zeit immer noch ein wenig unterstützen wird. Empfehlenswert zu lesen ist die Bilanz seiner Arbeit über die letzten acht Jahre [1]. Sehr verbunden bin ich Frau Kapitänleutnant Nicole Leipnitz, der „Lektorin“ vom Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, und Frau Susanne Hellinger, der Layouterin und Schriftsetzerin von PIC Crossmedia, für die geduldige Einführung in die Materie. Und ich danke allen anderen, die mich seitens des Beta-Verlages bei meinem ersten Heft sehr unterstützt haben.

Die WMM erscheint mittlerweile im 66. Jahrgang. Dies ist ein langer Zeithorizont, der nahezu automatisch zur entscheidenden Frage führt: Was kann dieses wissenschaftliche Journal für die Zukunft leisten? Wozu dient es überhaupt? Und das am Ende mit dem Blick darauf, dass wir alle eigentlich mit einer Überfülle an Information ausgestattet sind: Wer soll das alles lesen?

Als neuer Chefredakteur möchte ich mich diesen Fragen explizit stellen. Drei Zielkriterien muss eine moderne Fachzeitschrift erfüllen: Aktualität, Informationsvermittlung in einem attraktiven Layout und die Schaffung einer Kohärenz in der Leserschaft. In erster Linie sind wir das wissenschaftlich-medizinische Fachjournal des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, herausgegeben von dessen Inspekteur. Es muss unser Anspruch sein, Forschungsergebnisse aus allen Approbationen und Fachbereichen zu publizieren und dabei ein adäquates wissenschaftliches Niveau einzuhalten. Hierzu hat Oberstarzt a. D. Dr. Mees in den vergangenen Jahren mit dem Aufbau eines Peer-Review-Systems begonnen [1]. Unser nächstes Ziel ist die Aufnahme der Wehrmedizinischen Monatsschrift in die Reihe der bei PubMed gelisteten Journals. Ein großer Fortschritt darüber hinaus ist für unsere Leserinnen und Leser das E-Paper der WMM (wmm-online.de). Gerade die digitale Form der Inhalte erfreut sich einer äußerst positiven Resonanz, was wir an der Zahl der monatlichen Seitenaufrufe messen können.

Eine wichtige Funktion unser Wehrmedizinischen Monatsschrift ist aber in den Zeiten mit vielfachen Krisen die Bildung einer loyalen Leserschaft, die als Community zusammenwächst. Diese Zeitschrift sollte gerne und mit einer gewissen Neugier gelesen werden. Gerade die wesentlichen Aspekte des inneren Zusammenhaltes im Sanitätsdienst können über das monatliche Erscheinen eines wissenschaftlichen Journals auch mit Informationen aus unserer Fachgesellschaft, der DGWMP e.V. gestärkt werden. In diesem Zusammenhang sei auf den Artikel von Oberstarzt Dr. Niels von Rosenstiel in der aktuellen „Wehrmedizin und Wehrpharmazie“ (auch als ePaper im Internet) verwiesen, der sich sehr intensiv mit dem Phänomen der Kohäsion aus­einandersetzt [2].

In diesem Sinne trete ich mein neues Amt mit großer Zuversicht und Freude an. Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge und freue mich besonders auf junge Autorinnen und Autoren, die den Sanitätsdienst mit ihrer Wissenschaft voranbringen. Packen wir es gemeinsam an!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Horst Peter Becker

  1. Mees P: Time to say goodbye. WMM 2022; 66(8): 315-316
  2. Rosenstiel N: Kohäsion. Wehrmedizin Wehrpharmazie 2022 (2): 46-48