ZUM 70. GEBURTSTAG
Admiralarzt a. D. Dr. von der Heide-Kattwinkel
Admiralarzt a. D. Dr. Hans-Wolfgang von der Heide-Kattwinkel wurde am 11. März 1954 in Wiesbaden geboren, wo er seine Kindheit mit Schulzeit verbrachte und 1972 das Abitur ablegte. Am 02. Januar 1973 trat er als SaZ 2 in die Bundeswehr beim Heer ein und durchlief im Flugabwehrbataillon 5 in Lorch die Grund- und Vollausbildung zum Flak Kanonier. Nach der Offizierausbildung an der Heeresflugabwehrschule in Rendsburg war er zuletzt als Zugführer und Erkundungsoffizier eingesetzt und schied 1975 planmäßig im Dienstgrad Leutnant aus.
Anschließend studierte er von 1975 bis 1977 zunächst zwei Jahre Chemie und Sport in Kiel und war danach bis 1979 als Vereinssportlehrer beim TSV Kronshagen tätig. Von 1979 bis 1986 wechselte Dr. von der Heide-Kattwinkel zum Studium der Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Parallel hierzu leistete er Wehrübungen im damaligen Bundeswehrkrankenhaus Kiel ab. Nach der Approbation war er zunächst als Assistenzarzt am Institut für Sport und Sportwissenschaften in Kiel, später in der Inneren Medizin des Martin-Luther-Krankenhauses Schleswig tätig, promovierte zum Dr. med. und erlangte die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ und den Fachkundenachweis „Rettungsdienst“. Zum 01. Juli 1988 trat er als eignungsübender Sanitätsoffizier erneut in die Bundeswehr ein und wurde Truppenarzt in der Marinefliegersanitätsstaffel des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau.
Anschließend komplettierte er in den Jahren 1990 bis 1993 am Bundeswehrkrankenhaus Kiel und in ziviler Praxis die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. In dieser Zeit wurde er zum Oberstabsarzt befördert, nahm am US-amerikanischen Fliegerarztlehrgang am Naval Aerospace Medical Institute in Pensacola, Florida, teil und erwarb die Zusatzbezeichnung Flugmedizin.
Danach war er von 1993 bis 1997 Staffelchef der Marinefliegersanitätsstaffel des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau und wurde zum Flottillenarzt befördert. Nach Erlangung der Fachkunde als Leitender Notarzt wurde er 1996 als Berufssoldat übernommen.
In den Jahren 1997 bis 2002 war Admiralarzt a. D. Dr. von der Heide-Kattwinkel als Leitender Fliegerarzt Marine in der Flottille der Marineflieger in Kiel tätig, wo er zum Flottenarzt ernannt wurde. In dieser Zeit war er auch als Theatre Surgeon im Hauptquartier SFOR in Bosnien eingesetzt.
Von 2002 bis 2005 übte er die Funktion des Abteilungsleiter G 3 im Sanitätskommando I in Kiel aus. In dieser Zeit war er an der Fluthilfe Elbeflut im August 2002 beteiligt und 2004 als Kommandeur des Sanitätseinsatzverbandes KFOR in Priština im Zentralkosovo eingesetzt.
Ab 2005 war Herr Dr. von der Heide-Kattwinkel im Flottenkommando als Gruppenleiter und stellvertretender Admiralarzt tätig. In dieser Zeit nahm er am Senior Course des NATO Defence College in Rom teil. Am 1. Juli 2012 wurde er, unter Beförderung zum Admiralarzt, Admiralarzt der Marine und mit der Aufstellung des Marinekommandos Abteilungsleiter Marinesanitätsdienst. Im Januar 2013 vollzog er den Umzug der Abteilung nach Rostock.
Unter seiner Führung wurde das Konzept für die sanitätsdienstliche Versorgung im maritimen Umfeld erarbeitet und vom stellvertretenden Inspekteur der Marine und dem Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr gezeichnet. Ebenfalls in seine Amtszeit fiel die Entscheidung, das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine auf das Gelände des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg zu verlegen, um so Synergieeffekte in der Begutachtung, Forschung und Ausbildung des Sanitätspersonals für die Flotte zu realisieren. Weitere zukunftsweisende Entwicklungen waren die Weiterentwicklung der seegestützten Role 2-Fähigkeiten auf den Einsatzgruppenversorgern der Marine, die Neuausrichtung der sanitätsdienstlichen Ausbildung in der Marine und die Anpassung der Struktur der Abteilung Marinesanitätsdienst mit der Abbildung der Medizinischen Informatik.
Zum 70. Geburtstag gratuliert der Sanitätsdienst der Bundeswehr seinem ehemaligen Admiralarzt der Marine von Herzen und wünscht für die Zukunft alles Gute, vor allem weiterhin Gesundheit.
Flottenarzt Dr. Dirk Stoelten
Admiralarzt der Marine