ZUM 70. GEBURTSTAG

Admiralarzt a. D. Dr. Wolfgang Titius

Admiralarzt a. D. Dr. Wolfgang Titius wurde am 24. Juni 1952 in Bremen geboren und legte 1972 in Niebüll das Abitur ab. Als Soldat auf Zeit diente er danach für 2 Jahre bei der Marine – eingesetzt im Navigationsdienst und auf der Geleitfregatte Köln. 1975 trat er als Sanitätsoffizieranwärter erneut in die Bundeswehr ein und studierte Humanmedizin an der Universität Hamburg. An Approbation und Promotion schlossen sich ab 1981
2 Jahre klinische Tätigkeit im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg an, gefolgt von Verwendungen als Truppenarzt in der Marinesanitätsstaffel und als Geschwaderarzt beim 3. Schnellbootgeschwader, Flensburg sowie einer einjährige Tätigkeit als Assistenzarzt (Junior Resident) in der Chirurgie des Naval Hospital in Bethesda, USA, im Jahre 1987.

Wieder zurück in Deutschland absolvierte er seine Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Diese schloss er 1992 ab, um bis zum Jahre 2003 als Oberarzt in der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie tätig zu sein. Ergänzend erwarb er die Facharztanerkennungen für Viszeralchirurgie (1997) und Thoraxchirurgie (1998). Im Jahre 2003 wechselte Dr. Titius unter Beförderung zum Flottenarzt als Leiter der Abteilung Chirurgie an das Bundeswehrkrankenhaus Amberg, das allerdings bald darauf 2006 geschlossen wurde. Seine vielfältigen Interessen und seine bis dahin gesammelte Berufserfahrung in der Truppe und als Chirurg im Krankenhaus konnte er von 2006 bis 2011 im Sanitätsführungskommando zunächst als Abteilungsleiter Controlling und später dann als Leiter des Krankenhausmanagements gewinnbringend für den Sanitätsdienst einbringen. Daneben studierte er an der European Business School in Oestrich-Winkel berufsbegleitend Gesundheitsökonomie und erwarb dort 2010 als erster Angehöriger des Sanitätsdienstes den Grad eines Executive Master of Business Administration.

Klinische Erfahrung und Führungsfunktionen qualifizierten Dr. Titius ganz besonders für seine letzte Verwendung, die er mit Beförderung zum Admiralarzt von 2011 bis 2014 als Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Berlin fand. Von hier wurde er nach insgesamt 41 Dienstjahren in den Ruhestand versetzt.

Tadellose Berufsauffassung, Neugier auf die Welt und Hingabe zum Beruf Sanitätsoffizier zeichneten Admiralarzt a. D. Dr. Titius während seiner aktiven Dienstzeit aus. So gehörte er bei den Auslandseinsätzen, die in den 1990er Jahren begannen, immer zu den Kräften der ersten Stunde. Die Herausforderung eines bis dahin unbekannten Einsatzlandes, neue Technologien und Verfahren – überall, wo etwas Neues etabliert wurde, war Dr. Titius dabei. Ein herausragendes Projekt war die Einrichtung eines Militärhospitals im Jemen 2008, das mit Unterstützung Deutschlands in Sanaa gebaut wurde. Vom 1. September bis zum 8. Oktober 2008 führte Dr. Titius eine sanitätsdienstliche Delegation in den Jemen, um dieses Vorhaben voranzubringen. Nicht zuletzt seinem beispielhaften Auftreten und seiner herausragenden fachlichen Expertise ist dabei ein vor allem unter außenpolitischen Aspekten einzigartiger Zugang zu den politischen Amtsträgern des Jemen zu verdanken. In Würdigung seines langjährigen Engagements im internationalen humanitären Bereich wurde Admiralarzt a. D. Dr. Titius das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Seine Offenheit für weltweite interkulturelle Verständigung und für internationale Zusammenarbeit waren sicherlich die Triebfedern, die das Berufsbild des Sanitätsoffiziers und Weltbürgers Titius entscheidend prägten. Seit seiner Pensionierung im Jahre 2014 nimmt Admiralarzt a. D. Dr. Titius mit großer Begeisterung eine ehrenamtliche Beratungstätigkeit im Gesundheitsdienst des Senior Experten Service mit einem ausgedehnten weltweiten Radius wahr.

Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute zu seinem 70. Geburtstag – möge er weiterhin mit Freude so aktiv bleiben.

Generalarzt a. D. Prof. Dr. Horst-Peter Becker