Oberstarzt Privatdozentin Dr. med. habil. Manuela Andrea Hoffmann zur außerplanmäßigen Professorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ernannt
Für ihre hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre wurde Frau Oberstarzt Prof. Dr. med. habil. Manuela Andrea Hoffmann vom Präsidenten der Universität Mainz gewürdigt und ihr mit Urkunde vom 31. Oktober 2025 die Bezeichnung außerplanmäßige Professorin verliehen.
Oberstarzt Prof. Dr. Hoffmann, die seit 2022 als Dienststellenleiterin das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw), eine Ressortforschungseinrichtung des Bundes, leitet, bringt eine einzigartige Kombination aus medizinischer und wissenschaftlicher Expertise sowie militärischen Erfahrungen aus Auslandseinsätzen und einer zehnjährigen Verwendung im Bundesministerium der Verteidigung und im Kommando Sanitätsdienst mit.
Der berufliche Weg von Prof. Dr. Hoffmann ist von Beginn an durch außergewöhnliche Leistungsstärke und Zielorientierung geprägt. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Exzellenzuniversität Bonn, das sie zivil und nebenberuflich absolvierte, folgte die Promotion in Neurochirurgie und Anästhesie an der Universität Bonn.
Als Fachärztin wurde sie in der Radiologie in ziviler Praxis und nach Eintritt in die Bundeswehr in der Nuklearmedizin am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz fortgebildet. Ihre klinischen Schwerpunkte waren nuklearmedizinische Therapien wie die selektive interne Radiotherapie sowie die Positronen-Emissions-Tomographie.
Wesentliche akademische Impulse erhielt sie bei Prof. Dr. Schreckenberger an der Universitätsmedizin Mainz. Dort zeigte sich auch ihr ausgeprägtes wissenschaftliches Talent. Der Forschungsschwerpunkt lag vorwiegend auf der PSMA-Hybridbildgebung und der Neuronuklearmedizin.
Sie absolvierte zusätzlich eine Weiterbildung zur Fachärztin für Arbeitsmedizin und forschte am Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr zu militärmedizinischen Fragestellungen.
Ihre Forschungserfolge, die auf Basis zahlreicher hochrangiger Publikationen in ihrem Fachgebiet bedeutende Akzente gesetzt haben, mündeten 2021 in ihrer Habilitation an der Universität Mainz. Die zivil-militärische Vernetzung liegt ihr am Herzen, was sich in ihrem hohen Engagement in Forschungsgruppen, Fachgesellschaften und Editorial Boards äußert.
Ihre herausragende wissenschaftliche Leistung wurde 2018 mit dem renommierten Dagmar-Eißner-Preis sowie in den Jahren 2021, 2022 und 2023 mit weiteren wissenschaftlichen Auszeichnungen gewürdigt.
Neben der Forschung ist sie auch Impulsgeberin für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie betreut Promotionsarbeiten und erfüllt mit hohem Engagement seit 2015 ihren Lehrauftrag an der Universitätsmedizin Mainz in Nuklearmedizin. Seit 2023 lehrt sie an der Universität Würzburg in Arbeits- und Umweltmedizin und ist seit 2025 für Umwelt- und Präventivmedizin im Rahmen des Medizincampus Koblenz lehrverantwortlich.
Parallel dazu erweiterte Prof. Dr. Hoffmann ihr Profil bewusst über die rein medizinische Expertise hinaus. 2014 schloss sie ihr Studium in Gesundheitsökonomie an der European Business School ab.
Ihr hohes analytisches und konzeptionelles Denken, gepaart mit Führungsstärke, brachte sie als Leiterin des Prozessmanagements sowie als Leiterin der Ärztlichen Stelle der Bundeswehr für Nuklearmedizin und Radiologie im Kdo SanDstBw ein. Abgerundet wurde ihr Profil durch die Tätigkeit als Referentin für Arbeitsmedizin, Strahlenschutzrecht und öffentlich-rechtliche Aufsicht im BMVg von 2019 bis 2022.
Aufgrund ihres positiven Leistungs- und Fähigkeitsprofils mit breiter wissenschaftlicher Expertise hat Prof. Dr. Hoffmann seit 2022 die Leitung des InstPrävMedBw mit 220 Mitarbeitenden inne und ist Standortälteste in Andernach.
Sie setzte mit dem Leitspruch „Resilient im Einsatz. Gesund im Leben.“ neue Akzente. Unter ihrer Leitung wurde die präventivmedizinische Ressortforschung in einem breiten Portfolio im Kontext der Kriegstüchtigkeit und mit Blick auf eine resiliente Landes- und Bündnisverteidigung fokussiert. Dadurch ist es gelungen, das Profil dieser besonderen Ressortforschungseinrichtung zu schärfen, zukunftsweisende zivil-militärische Kooperationen zu knüpfen und die universitäre Anbindung an die Universität Mainz auszugestalten.
Die Verleihung des Titels einer außerplanmäßigen Professorin durch die Universität Mainz würdigt ihre hervorragende wissenschaftliche Leistung und zeichnet eine akademische Persönlichkeit aus, die mit Führungs- und Managementgeschick die militärmedizinische Präventivforschung des InstPrävMedBw universitär etabliert hat.
Prof. Dr. med. habil. Kai Kehe, MBA
Generalarzt
Direktor Wissenschaft und Fähigkeitsentwicklung Sanitätsdienst und
Stellvertretender Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr