Neues aus der Welt der dermatologischen Lokaltherapie

Guido Weisel

„Schmieren und Salben hilft allenthalben“

ist ein Wahlspruch, der auch im Jahr 2023 in der Dermatologie Bestand hat. Wir haben uns allerdings von der Dreisalbentherapie „Die Weiße“, „Die Gelbe“ und „Die Schwarze“ deutlich weiterentwickelt. In den folgenden Kurzbeiträgen aus dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm sollen Innovationen bei Galenik und Wirkstoffen sowie wichtige der Lokaltherapie zugängliche Indikationen besprochen werden.

Der Reigen wird eröffnet mit der Behandlung von aktinischen Keratosen, die eine zunehmende Bedeutung auch in der Patientengruppe der aktiven Soldaten einnimmt. Hier kann sowohl mit einer Creme als auch mit einer Creme-Lichttherapie ein ausgezeichnetes Ergebnis erreicht werden.

Ganz neu ist erstmals eine erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeit der Vitiligo mit der topischen Anwendung von JAK-Inhibitoren.

Die Hyperhidrosis axillaris ist nicht nur für den Einzelnen unangenehm. In der Folge kann es mittel- und unmittelbar zur Einschränkung der Dienstfähigkeit kommen, sodass die Therapie sinnvoll mit einem breiten Spektrum an Therapieoptionen angegangen werden sollte. Axhidrox ist hier ein neuer Baustein.

Das Hautorgan dient unter anderem der Abwehr von externen Einflüssen. UV-Strahlung, aber auch Insekten sind hier wichtige Beispiele, die insbesondere in unserem soldatischen Alltag, der eben nicht immer eine klimatisierte Büroatmosphäre vorsieht, einen hohen Einfluss ausüben. Sonnenschutz und Repellentien sind daher wichtige Ausrüstungsgegenstände des Soldaten.

Wir hoffen Ihnen mit unseren Beiträgen einen kleinen Einblick in die vielfältigen und innovativen Möglichkeiten der Dermatologie verschaffen zu können, die eben weit über das übliche Klischee der Cortison-Therapie hinausgehen.

Oberstarzt Dr. Guido Weisel

Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Klinik III - Dermatologie, Venerologie, Allergologie