Generalstabsarzt a. D. Dr. Detlev Fröhlich vollendete 70. Lebensjahr

Gestaltend! Dieses Wort bezeichnet wohl am besten wie Generalstabsarzt a. D. Dr. Fröhlich in der Bundeswehr, der Luftwaffe und im Sanitätsdienst gewirkt hat.

Im Jahr 1953 in Berleburg geboren, entschied sich der frische Abiturient 1971 als Panzerpionier in das Heer und die Bundeswehr einzutreten. Dass diese Entscheidung in einer blauen Uniform mit roten Kragenspiegeln enden würde, war nicht abzusehen. Der Weg in der blauen Uniform begann 1972, als der junge Heeressoldat als Sanitätsoffizieranwärter übernommen wurde und in die Luftwaffe wechselte. Von 1972 bis 1978 studierte er Humanmedizin an der Philipps-Universität in Marburg. Es folgten Verwendungen als Truppenarzt in der Luftwaffensanitätsstaffel des III./Luftwaffenausbildungsregiment in Roth und als Fliegerarzt und Leiter der Luftwaffensanitätsstaffel des Jagdbombergeschwaders 41 in Husum. Nach diesen noch hauptsächlich kurativ geprägten Verwendungen folgte der erste von vielen gestalterischen Dienstposten, als Abteilungsleiter der Abteilung für Flugmedizin, für den medizinischen Betriebsschutz und die Wehrhy­giene beim Generalarzt der Luftwaffe in Lohmar-Heide.

Konsequenterweise folgte hierauf die erste Referententätigkeit bei BMVg InSan II 2, wo er mit der Organisationsplanung des Sanitätsdienstes betraut war. 1995 zog es den damaligen Oberfeldarzt von Bonn nach Remagen, um die Leitung des Instituts für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen zu übernehmen. Eine Aufgabe, die einen bleibenden Eindruck hinterließ. Das dort erworbene Hintergrundwissen, analytisches Denken und die Fähigkeit, das große Ganze im Blick zu haben, wirkte über alle nachfolgenden Verwendungen fort. In dieser Funktion erfolgte auch die Beförderung zum Oberstarzt.

Nach vier Jahren wechselte er als Referent in den Aufstellungsstab des Zentralen Sanitätsdienstes. Hier ­gestaltete Generalstabsarzt a. D. Dr. Fröhlich maßgeblich die Konzeption der Ausbringung der Kommandobehörden des Sanitätsdienstes. Im neu aufgestellten Amt in München wurde er zunächst Abteilungsleiter, dann Stellvertreter des Amtschefs und Chef des Stabes. Nach dieser Verwendung folgte der erneute Ruf in das Verteidigungsministerium, diesmal bei FüSan II als Referatsleiter. Wieder ein Dienstposten, in dem es „zu ordnen“ galt. In diese Zeit fiel auch eine besondere Auslandsverwendung als Medical Advisor im HQ EUFOR in Butmir, Sarajewo.

2006 wurden nun die gelben Kragenspiegel, wie eingangs bereits ausgeführt, gegen die karmesinroten getauscht. Der frisch beförderte Generalarzt übernahm die Aufgaben des Unterabteilungsleiters FüSan II.

Doch zog es den gebürtigen Westfalen wieder zurück in den Süden und er kehrte 2007 nach München zurück, um das Sanitätsamt als Amtschef zu leiten. Hier erfolgte die Beförderung zum Generalstabsarzt.

Die Weiterentwicklung des Sanitätsdienstes wurde dank seines Wissens und seiner Expertise deutlich vorangetrieben. Als Beauftragter für Angelegenheiten der Transformation stieß er die Weiterentwicklung unserer Bundeswehrkrankenhäuser mit Tatkraft an. Ein Prozess, welcher aktueller nicht sein könnte. Seine Überlegungen bilden heute den Ausgangspunkt für die aktuelle Weiterentwicklung.

Zeit zum Ausruhen blieb jedoch nicht! Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Fröhlich übernahm den Posten des Stell­vertreters des Befehlshabers des Sanitätsführungs­kommandos. Sicherlich eine spannende Zeit, da die Umstrukturierungen des Sanitätsdienstes fortschritten und der Befehlshaber des Sanitätsführungskommandos nicht nachbesetzt wurde. Er hielt dort die Stellung bis zur Auflösung des Kommandos im Jahre 2012.

Im neu aufgestellten Kommando Sanitätsdienst wurde er dann Kommandeur Gesundheitseinrichtungen und Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. In dieser Funktion verblieb Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Fröhlich bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr gratuliert Generalstabsarzt a. D. Dr. Fröhlich ganz herzlich zu diesem runden Geburtstag und wünscht ihm alles erdenklich Gute.

Dr. Norbert Weller, Generalstabsarzt

Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr

Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen

(© Piz SanDstBw)