Hohe Auszeichnung für Generalstabsarzt a. D. Dr. Stephan Schoeps

Für seine Verdienste – insbesondere um das Soldatenhilfswerk – wurde Generalstabsarzt a. D. Dr. Schoeps das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, verlieh am 9. Oktober das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Generalstabsarzt a. D. Dr. Stephan Schoeps. Mit der Auszeichnung würdigte General Breuer seine Verdienste um das Soldatenhilfswerk, als Beiratsmitglied im Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften und als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. (DGWMP e. V.).

Generalstabsarzt a. D. Dr. Stephan Schoeps (l.) erhält als Anerkennung seiner Leistungen für das Gemeinwesen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland © BMVg/Steve Eibe

„Ihre Loyalität, Ihre Menschlichkeit und Ihr ausgesprochenes soziales Engagement sind begeisterungsfähig und können nicht entlohnt, wohl aber gewürdigt werden”, betonte der Generalinspekteur der Bundeswehr in seiner Ansprache im Gästekasino des Bendlerblocks am Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung. 2012 – in der tiefsten Krise des Soldatenhilfswerks seit Gründung und kurz vor der Auflösung des Vereins – übernahm Generalstabsarzt Dr. Schoeps das Ehrenamt des Vorsitzenden. „Wo stünde das Soldatenhilfswerk heute ohne Ihr Engagement? Sie haben nicht tatenlos zugesehen, sondern die Zügel an sich genommen und das Kind nicht in den Brunnen fallen lassen“, so Breuer. Unter Zurückstellung aller persönlichen Belange habe sich Schoeps um das Wohl in Not geratener Menschen in außergewöhnlicher Weise verdient gemacht. „Ihnen gelang es, ehrenamtliche Mitarbeiter zu motivieren, eingefahrene Strukturen anzufassen, personelle Umbesetzungen durchzuführen, mit Vorbild voranzugehen und so den Verein wieder in ruhige und erfolgreiche Fahrwasser zu lenken“, fuhr Breuer in seiner Laudation fort.

WMM 2023–67(12)

Über viereinhalb Jahrzehnte lang habe Schoeps innerhalb der Streitkräfte bleibende Spuren hinterlassen – ob als Truppenführer im Grundbetrieb sowie im Einsatz, als Referatsleiter im Bundesministerium der Verteidigung und im Sanitätsführungskommando, später auch als Unterabteilungsleiter im Ministerium, als Kommandeur des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst und Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, als Dozent im Sanitätswesen an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und letztlich als Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Seit fast zehn Jahren ist er zudem ehrenamtlich als Beiratsmitglied im Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften sowie seit 1992 bei der DGWMP e. V. tätig und seit 2019 deren Präsident.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr dankte Generalstabsarzt a. D. Dr. Schoeps für sein unermüdliches Engagement und wünschte ihm und seiner Frau für die Zukunft viel Glück und alles Gute.

Zum Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

 

Der achtstufige Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, z. B. im sozialen und karitativen Bereich.

Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Weitere Stufen sind das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz sowie die Sonderstufe des Großkreuzes. Der Verdienstorden ist die höchste Anerkennung der Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung nicht verbunden.

Josephine Klingner ©Bundeswehr 2022, Text angepasst durch Chefredaktion der WMM