Oberfeldarzt Privatdozent Dr. Daniel Gagiannis erfolgreich habilitiert!

Oberfeldarzt Privatdozent Dr. Daniel Gagiannis, komm. Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin IB (Pneumologie und Kardiologie) am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, hat sich erfolgreich an der medizinischen Fakultät der Universität Ulm habilitiert und somit die Venia legendi für das Fach Innere Medizin erhalten.

Mit seiner Habilitationsschrift zum Thema „SARS-CoV-2 als Auslöser autoimmunologischer Prozesse – ein Erklärungsmodell für COVID-19 und PASC“ , seinem wissenschaftlichen Vortrag mit dem Titel „Feinstaub: nicht nur in aller Munde, sondern auch in aller Lungen“ und schließlich der Antrittsvorlesung zum Thema „Lungenrundherd und Bronchialkarzinom“ am 24. Januar 2025 im Rahmen der Hauptvorlesung Innere Medizin konnte Oberfeldarzt Privatdozent Dr. Gagiannis das Habilitationsverfahren abschließen und ist nun der erste und bislang einzige habilitierte Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie im Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Oberfeldarzt Privatdozent Dr. Gagiannis trat am 1. Juli 1999 in die Bundeswehr als Sanitätsoffizieranwärter in die 8./SanRgt 5 in Rennerod ein. Im Anschluss erfolgte das Studium der Humanmedizin in Berlin und Heidelberg, welches er 2006 mit der Approbation abschloss. Eine Promotion zum Dr. med. mit dem Thema „Biochemische iin vivo-Modulation von Sialoglycokonjugaten und deren biologische Konsequenzen“ erfolgte 2008 an der Medizinischen Fakultät der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In wissenschaftlichen Arbeiten im Anschluss an die Promotion beschäftigte er sich weiterhin mit der biochemischen Modulation von Sialinsäuren, zudem verfasste er ein Biochemie-Lehrbuch für Medizinstudierende, welches mittlerweile in der 2. Auflage vorliegt. Nach dem Studium begann Oberfeldarzt Gagiannis die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin, welche durch eine Truppenarztverwendung im Sanitätsversorgungszentrum Untermeitingen von 2008 bis 2009 unterbrochen wurde. Nach der erfolgreichen Facharztprüfung für Innere Medizin erfolgte die Weiterbildung zum Pneumologen am Bundeswehrkrankenhaus Ulm sowie dem Universitätsklinikum Ulm. In der Folge übernahm er die Funktion als Leiter des pneumologischen Schwerpunktes am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, den er als Kern der interdisziplinären Lungenmedizin zu einem der klinischen Schwerpunkte des Bundeswehrkrankenhauses Ulm aufbaute.

Während der Corona-Pandemie war Privatdozent Dr. Gagiannis federführend bei der Erstbeschreibung von Autoantikörpern während schwerer Verläufe von COVID-19. In der Folge befasste er sich mit pulmonalen Folgeerkrankungen nach mild verlaufenden SARS-CoV-2-Infektionen. In diesem Zusammenhang behandelte er an der Post-COVID-Ambulanz des Bundeswehrkrankenhauses Ulm zahlreiche Soldatinnen und Soldaten sowie zivile und militärische Spitzensportler. Für die im Jahr 2023 hochrangig publizierte Auswertung dieser interdisziplinären Untersuchungen wurde Privatdozent Dr. Gagiannis im Jahr 2024 der Paul-Schürmann-Preis der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie verliehen. Zudem beschäftigt sich Privatdozent Dr. Gagiannis mit der Klinik und Molekularbiologie des Lungenkarzinoms sowie von fibrosierenden Lungenerkrankungen. Zu beiden Themen war und ist er ein gefragter Referent für wissenschaftliche Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen. Zuletzt lag sein Fokus auf der Vorbereitung der Erstzertifizierung des interdisziplinären Lungenkrebszentrums am Bundeswehrkrankenhaus Ulm durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), wofür im Juli 2025 schließlich ein erfolgreiches Audit stattfinden konnte.

Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert
Leitender Ärztlicher Direktor und Kommandeur Bundeswehrkrankenhaus Ulm