“Resilient in Mission. Healthy in Life”.
Erster Internationaler Kongress für Präventivmedizin der Bundeswehr am 3. und 4. September 2024 in Koblenz findet großen Zuspruch
Das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr hatte als Ressortforschungseinrichtung am 3. und 4. September 2024 zum Ersten Internationalen Kongress für Präventivmedizin in die Falckenstein-Kaserne nach Koblenz eingeladen. Der Kongress stand unter dem Motto „Resilient in Mission. Healthy in Life.“ für unsere Soldatinnen und Soldaten. Der Institutsleiterin, Oberstarzt Priv.-Doz. Dr. Manuela Andrea Hoffmann, und ihrem Team war es gelungen, ein äußerst attraktives wissenschaftliches Programm zusammenzustellen. Die Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung, Siemtje Möller, hatte mit der Übernahme der Schirmherrschaft über die Veranstaltung unterstrichen, welchen hohen Stellenwert die Themen Präventivmedizin und Resilienz auch auf ministerieller Ebene haben. Dies machte sie auch in ihrem per Videoübertragung übermittelten Grußwort zur Eröffnung des Kongresses deutlich. Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generalstabsarzt1 Dr. Ralf Hoffmann, betonte die Schlüsselrolle von Prävention und Resilienzsteigerung für leistungsfähige Streitkräfte und unterstrich die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Konzepte und Verfahren hierfür, die aus den Resilienzforschungsergebnissen des Instituts für Präventivmedizin der Bundeswehr entwickelt werden.
1 Ab 1. Oktober 2024 Generaloberstabsarzt
Abb. 1: Die Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung, Siemtje Möller, überbrachte als Schirmherrin des Kongresses ihr Grußwort per Videobotschaft.
Abb. 2: Teilnehmende aus neun Nationen sorgten für einen regen Informstions- und Erfahrungsaustausch.
In 6 Plenarsitzungen und einer Postersession mit Posterprämierungen wurde ein breites Spektrum der Präventivmedizin behandelt, das von der aktuellen Resilienzforschung über die Kälteprävention, die Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung mit einem Schwerpunktthema „Frauengesundheit“, Aspekte der Luft- und Raumfahrtmedizin bis hin zur Maritimen Medizin und Veränderungen hämatologischer Parameter nach milder Covid-19-Infektion reichte. In der letzten Session, die unter dem Motto „Vielfalt in der Präventivmedizin“ stand, kamen Aspekte der Suchtbekämpfung ebenso zur Sprache wie arbeits-, sport- und ernährungsmedizinische Themen. Spontan konnte noch eine „ad hoc“-Life-Demonstration zur Kälteakklimatisation mit Unterstützung der wissenschaftlichen Kollegen aus Kanada in das Programm aufgenommen werden.
Abb. 3: Der Inspekteur des Saniitätsdienstes der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, moderierte gemeinsam mit Dr. Amy Adler, Senior Scientist für Psychiatrie und Neurowissenschaften am US Walter Reed Army Institute of Research, die erste Session zum Thema „Resilienz“
An den beiden Kongresstagen wurde den mehr als 140 Teilnehmenden aus insgesamt 9 Nationen (Kanada, Großbritannien, USA, Norwegen, Niederlande, Frankreich, Schweiz und Deutschland) ein anspruchsvolles wissenschaftliches Programm mit 34 Vorträgen und 10 Postern geboten. Das von der Leiterin des Instituts für Präventivmedizin der Bundeswehr angestrebte Ziel, aus einem multidisziplinären Ansatz heraus Impulse für die weitere Resilienzforschung des Instituts zur Steigerung der Resilienz in den Streitkräften zu geben, konnte erreicht werden.
Abb. 4: Oberstarzt Priv.-Dr. Dr. Hoffmann freute sich, den Preis für den ersten Platz im Posterwettbewerb an Dr. Alain Doesegger, Forscher am Schweizer Institut für Sport in Magglingen, übergeben zu können. Die Inhalte seines Posters sind in dieser Ausgabe abgebildet.
Der Leitartikel dieser Ausgabe mit dem Titel „Im Einsatz und im Leben: Bestehen in der Belastung.“ von Oberstarzt Priv.-Doz. Dr. Hoffmann ist diesem Thema gewidmet. Nachfolgend finden sie Kurzfassungen von ausgewählten Vorträgen und Postern des Kongresses.
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