Zum 75. Geburtstag

Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Jürgen Blätzinger

Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Blätzinger hat mit 43 Dienstjahren und einer ungewöhnlichen und erfolgreichen Karriere den Sanitätsdienst maßgeblich geprägt. Anlässlich seines 75. Geburtstages soll diese beeindruckende Laufbahn noch einmal nachgezeichnet werden.

Am 20. Dezember 1948 in Weinsberg in eine Soldatenfamilie geboren, trat Jürgen Blätzinger nach seinem Abitur im Jahre 1968 als Berufsoffizieranwärter der Artillerietruppe beim Panzerartilleriebataillon 145 in Nieder­lahn­stein in die Bundeswehr ein. Von 1969 bis 1971 wurde er dann an der Artillerieschule in Idar-Oberstein sowie an den Heeresoffizierschulen III und II in München und Hamburg zum Offizier ausgebildet.

Im Jahre 1973 wechselte er in die Laufbahn der Sanitätsoffiziere und begann das Studium der Humanmedizin an der Universität Ulm, welches er 1980 mit der Promotion abschloss. Am Bundeswehrkrankenhaus Ulm erhielt er seine klinische Einweisung. Es folgte eine kurze Erstverwendung als Truppenarzt beim Panzerbataillon 284 in Dornstadt; 1981 wurde er dann Brigadearzt der Panzerbrigade 28. Seine erste ministerielle Verwendung durchlief Dr. Blätzinger als Referent von 1982 bis 1984 in der damaligen Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens (InSan I 1) beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Bonn.

Von 1984 bis 1986 absolvierte er den 27. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Hierauf folgte die Verwendung als Kommandeur des Sanitätsbataillons 6 in Itzehoe. Im Zeitraum 1988 bis 1994 war Dr. Blätzinger Dezernatsleiter sowie Inspizient des Sanitätsdienstes und der Sanitätstruppe des Heeres beim Heeresamt in Köln. Im Anschluss war er von 1994 bis 1999 als Referatsleiter BMVg InSan II 2 und damit zuständig für die Organisation des Sanitätsdienstes, sowie von 1999 bis 2001 als Referatsleiter InSan II 4 – Ausbildung – tätig.

2001 führte ihn eine sechsmonatige Einsatzverwendung als Theatre Surgeon/Medical Advisor in das HQ KFOR nach Pristina/Kosovo. Nach Rückkehr übernahm Dr. Blätzinger von 2001 bis 2005 das Amt des stellvertretenden Amtschefs und Chef des Stabes des Sanitätsamtes der Bundeswehr in München und wurde zum Generalarzt befördert. Es folgte eine erneute ministerielle Verwendung von 2005 bis 2006 als Stabsabteilungsleiter Fü San II – Organisation und Führung – im Bundesministerium der Verteidigung. 2006 wurde ihm das Amt des Stellvertreters des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Chef des Stabes Führungsstab des Sanitätsdienstes übertragen.

Zum 18. Dezember 2007 wurde Dr. Blätzinger schließlich Befehlshaber des Sanitätsführungskommandos in Koblenz und 2008 erfolgte die damit verbundene Beförderung zum Generaloberstabsarzt. Zum 1. April 2011 endete diese beeindruckende Karriere mit der hoch verdienten Versetzung in den Ruhestand.

Von 2017 bis 2020 hatte er den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. (DGWMP) inne. Zudem absolvierte er den Masterstudiengang Internationale Sicherheit an der Universität der Bundeswehr in Hamburg.

Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Blätzinger hat den Sanitätsdienst der Bundeswehr maßgeblich mitgeprägt und die Fortentwicklung konsequent vorangetrieben. Hierfür gilt ihm mein persönlicher Dank.

Wir gratulieren daher herzlich zum Geburtstag. Wir hoffen, dass er uns und dem Sanitätsdienst noch lange in seiner offenen und herzlichen Art auf vielen Veranstaltungen und Gelegenheiten erhalten bleibt. Trotz all dieser Aktivitäten wünschen wir ihm viel Zeit und Freude im Kreise seiner Familie.

Dr. Ulrich Baumgärtner

Generaloberstabsarzt

Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr