Editorial

Sehr geehrte Leserin,

sehr geehrter Leser,

Das gesamte Redaktionsteam der „Wehrmedizinischen Monatsschrift“ wünscht Ihnen ein gutes und für Sie hoffentlich friedvolles Neues Jahr 2023.

An Anfang steht bekanntermaßen die Liste der guten Vorsätze. Der entscheidende Maßstab für die Bewertung wird am Schluss das Gefühl der Zufriedenheit sein über das, was wir uns vorgenommen und tatsächlich geleistet haben. Angesichts der Volatilität, die in der ganzen Welt zunimmt, machen Prognosen zur Zukunftsentwicklung nur wenig Sinn. Grundsätzlich gilt aktuell angesichts der Weltlage, das eigene Risikomanagement auf mögliche unkalkulierbare Einflüsse einzustellen und die individuelle Widerstandsfähigkeit zu stärken (siehe vorletzte Seite).

Wir von der Redaktion werden uns anstrengen, das medizinisch-wissenschaftliche Profil der „Wehrmedizinischen Monatsschrift“ im Jahre 2023 weiter zu schärfen. Die fachliche Breite des Sanitätsdienstes der Bundeswehr bietet hierzu ein unerschöpfliches Reservoir an Themen. Mittlerweile gibt es in unserer Mitte viele hochaktive Institutionen, die auftragsgemäß Wissenschaft in exzellenter Qualität liefern und sich international eine hohe Reputation aufgebaut haben. An alle forschenden Institute, Bundeswehrkrankenhäuser und Einrichtungen des Sanitätsdienstes sei daher die herzliche Einladung gerichtet, ihre exzellenten Fachartikel auch an die Redaktion der WMM zu schicken. Wir verbinden damit besonders den Anspruch, den Autorinnen und Autoren eine gute Plattform zu bieten sowie unserer verehrten Leserschaft über die guten Ergebnisse zu berichten.

Das Ihnen vorliegende Heft der WMM bietet eine gesunde Mischung aus aktueller Wissenschaft und Berichtswesen. Schon das Titelbild vermittelt gewisse Vorstellungen, was es bedeutet, einen Kameraden zu bergen und unter Umständen über weite Strecken zu transportieren. Der erste Beitrag von Klughardt und Schaar bringt Ihnen neue fundierte Informationen über das Tragen von Zusatzlasten bei Übungen und im Einsatz. Zum Thema Regeneration und Widerstandsfähigkeit bietet die Autorengruppe um Jung et al. ein exzellentes, computergestütztes Schlafcoaching-Programm. Der Pathologe Steinestel und Kollegen weisen auf die Fortschritte der molekularen Diagnostik hin und rufen zu einem Netzwerk im Systemverbund Bundeswehrkrankenhäuser auf. Ein besonderes Thema entstammt der Veterinärmedizin. Engels et al. berichten über die Corona-Diagnostik mit Hunden. Hier kann man erkennen, zu welchen herausragenden Leistungen die Tiere in der Lage sind. Den Abschluss der wissenschaftlichen Artikel bilden die Arbeiten der Paul-Schürmann-Preisträger der DGWMP.

Herzlichst

Ihr Horst Peter Becker

Chefredakteur