Zum 70. Geburtstag
Generalstabsarzt a. D. Dr. Dirk Raphael
Generalstabsarzt a. D. Dr. Dirk Raphael wurde am 27.11.1953 in Dortmund geboren und trat 1972 als junger Offizieranwärter in die Luftwaffe in Fürstenfeldbruck ein, um noch im selben Jahr zunächst an der Universität Münster das Studium der Pharmazie und anschließend an der Universität in Mainz das Studium der Humanmedizin aufzunehmen. Nach der klinischen Einweisung im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz trat er seine erste Stelle in der Truppe als Fliegerarzt im Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ in Kerpen an. Es folgten verschiedene, im Schwerpunkt flugmedizinische Verwendungen, u. a. in Cottesmore in Großbritannien und in Husum. In weiteren Verwendungen im Köln-Bonner Raum hat er u. a. im Personalamt der Bundeswehr seit 1998 wesentliche Akzente im Aufbau einer offensiven und transparenten Personalführung außerhalb des Ministeriums gesetzt, zuletzt als Abteilungsleiter.
Nach einer fordernden Verwendung als Referatsleiter bei FüSan II 3 erfolgte 2006 die Versetzung als Kommandeur an die Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. Die Beförderung zum Generalarzt war sicherlich ein Höhepunkt in seiner erfolgreichen Karriere. Im Anschluss wurde Generalstabsarzt a. D. Dr. Raphael erneut ins BMVg gerufen, diesmal als Stabsabteilungsleiter II in den Führungsstab des Sanitätsdienstes. Es schloss sich eine kurze Verwendung als Abteilungsleiter B im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz an, ehe er Kommandeur des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung im Schloss Oranienstein in Diez wurde, bei gleichzeitiger Beförderung zum Generalstabsarzt.
Generalstabsarzt a. D. Dr. Raphael war aus tiefster Überzeugung Sanitätsoffizier und lebte den Anspruch „der Menschlichkeit verpflichtet“ beispielhaft vor. Die Weiterentwicklung der Bundeswehr im Ganzen, vor allem aber, den Sanitätsdienst der Bundeswehr zukunftsweisend voranzubringen, war ihm ein dauerhaftes Anliegen. Hier konnte er bereits im Zuge des Aufbaus des Personalamtes, vor allem aber auch bei der sinngebenden Zentralisierung des Sanitätsdienstes frühe entscheidende Impulse mitsetzen. Als Kommandeur des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung war er der Kopf für die Neustrukturierung der truppen- und zahnärztlichen ambulanten Versorgung. Dabei stand für ihn immer der Mensch im Vordergrund, sowohl der Patient als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinem Stab sowie den unterstellten Dienststellen. Warmherzig und fürsorglich den Menschen zugewandt, aber auch konstruktiv hartnäckig als Perfektionist keine halben Sachen akzeptierend, hat er in vielen Bereichen für den Sanitätsdienst Grundlegendes etabliert und verantwortet. Es war ihm immer ein besonderes Anliegen, mit Menschen zu arbeiten, diese zu prägen, zu fördern, aber auch zu fordern, um so die Leistungsfähigkeit sowie die Leistungsbereitschaft auf hohem Niveau zu halten. Dadurch hatte er auch immer besondere Gefolgschaft.
Im wohlverdienten Ruhestand ist Generalstabsarzt a. D. Dr. Raphael weiter aktiv, sei es als Berater in sanitätsdienstlichen Angelegenheiten als auch durch die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen, um seine medizinischen Kenntnisse und Netzwerke zu erhalten und aufzufrischen. Er ist glühender Fußball- und Basketball-Fan, sowohl die Telekom Baskets Bonn als auch Bayer Leverkusen machen ihm sicherlich derzeit einige Freude. Bemerkenswert ist, dass er als Musikliebhaber während seiner Zeit als Kommandeur in Diez auch spät noch das Klarinettenspiel begonnen hat.
Die Menschen, die mit Generalstabsarzt Dr. Raphael eng zusammengearbeitet haben, denken gerne an diese Zeit zurück, haben sie doch auch gelernt, dass die entgegengesetzten Pole der Welt Oblong-Fitz-Oblong und Bolligru heißen.
Alles Gute zum diesjährigen Jubiläum!
Dr. Armin Kalinowski
Generalstabsarzt
Kommandeur des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, Diez