Habilitation von Oberstabsarzt Privatdozentin Dr. med. Simone Schüle für das Fachgebiet Radiologie an der Universität Ulm

Mit großer Freude gratuliert das Bundeswehrkrankenhaus Ulm Oberstabsarzt Privatdozentin Dr. med. Simone Schüle aus der hiesigen Klinik für Radiologie und Neuroradiologie zur erfolgreichen Habilitation im Fachgebiet Radiologie, die an der Universität Ulm am 5. Mai 2026 vollzogen wurde.

Mit ihrer Habilitationsschrift zum Thema „Niedrigdosisbildgebung in der Computertomographie – radiobiologische Grundlagenforschung und klinische Anwendung“ verbindet sie in besonderer Weise klinisch-radiologische Expertise mit radiobiologischer Forschung. Die Lehrbefugnis, die Venia legendi, erhielt sie mit ihrer Vorlesung „Lebensretter Schnittbild: Das geplante CT-Screening bei Lungenkrebs“, in der sie ein hochaktuelles und klinisch äußerst relevantes Thema aufgriff, das die Radiologie in den kommenden Jahren entscheidend mitprägen wird.

Die erfolgreiche Habilitation ist Ausdruck einer langjährigen und beeindruckenden wissenschaftlichen Tätigkeit. Wesentliche Teile dieser wissenschaftlichen Arbeiten entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München, an dem Frau Priv.-Doz. Dr. Schüle neben ihrer Tätigkeit am BwKrhs Ulm über mehrere Jahre hinweg wissenschaftlich tätig war. Besonders hervorzuheben sind ihre Arbeiten zu ­modernen Niedrigdosis-CT-Verfahren sowie zur biologischen Wirkung verschiedener CT-Techniken. So untersuchte sie unter anderem den Einfluss von Zinn­filter-Technologien auf strahleninduzierte Genexpression und DNA-Schäden sowie die Auswirkungen von Kontrastmitteln auf biologische Strahlenreaktionen. Auch ihre Beteiligung an aktuellen Arbeiten zur Dosisbelastung moderner photonenzählender CT-Systeme belegt ihre kontinuierliche wissenschaftliche Beschäftigung mit innovativen und patientenschonenden Bildgebungsverfahren.

Ebenso hervorzuheben ist die enge und erfolgreiche ­Zusammenarbeit mit der Radiologie der Universität Ulm unter der Leitung von Prof. Dr. Meinrad Beer. Diese ­Kooperation war wissenschaftlich außerordentlich fruchtbar und zeigt beispielhaft, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen universitärer Medizin und unserem Bundeswehrkrankenhaus sein kann.

Diese herausragende Leistung von Oberstabsarzt Priv.-Doz. Dr. Schüle, die ihren militärischen Werdegang 2010 als SanOA am Standort Ulm begann und diesem, mit Ausnahme einer Verwendung am Institut für Radiobiologie der Bundeswehr in München, treu blieb, verdient besondere Anerkennung innerhalb der Bundeswehrmedizin: Sie gehört zu den wenigen habilitierten Sanitäts­offizierinnen der Bundeswehr und schafft den Spagat zwischen den Pflichten als Soldatin, Ärztin und Wissenschaftlerin. Ihre akademische Laufbahn, ihre wissenschaftliche Sichtbarkeit sowie ihr Engagement in Forschung, Lehre und Klinik machen sie zu einem wichtigen Vorbild für jüngere Kolleginnen und Kollegen.

Die Kolleginnen und Kollegen des BwKrhs Ulm gratulieren Priv.-Doz. Dr. Simone Schüle sehr herzlich zu diesem großartigen Erfolg und wir wünschen ihr weiterhin viel Freude, Erfolg und Inspiration für ihren weiteren wissenschaftlichen und klinischen Weg.

Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert
Kommandeur und Ärztlicher Direktor
Bundeswehrkrankenhaus Ulm