Editorial
Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,
die „Wehrmedizinische Monatsschrift“ ist das wissenschaftliche Fachjournal des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und das Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie. Hier werden Beiträge aus der Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und aus der Pharmazie veröffentlicht. Für jede Ausgabe werden 8 000 Exemplare gedruckt und versandt, so dass jeder Sanitätsoffizier sein persönliches Exemplar erhalten kann. Mit weit über 10 000 Aufrufen pro Monat für das ePaper über die Webseite „wmm-online.de“ und „wehrmed.de“ erreichen wir vermutlich noch einen weit größeren Leserkreis, eine genauere Analyse ist allerdings aus Datenschutzgründen nicht möglich.
Auf diesen Zahlen wollen wir uns nicht ausruhen. Unsere Absicht ist es vielmehr, die Zahl unserer Leser stetig zu vergrößern, indem wir in Zukunft auch vermehrt die zivilen Partner des Sanitätsdienstes ansprechen. Daher werden wir immer über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen im Sanitätsdienst berichten, aber auch über akademisch-fachliche Aktivitäten wie besondere Kongresse und Tagungen informieren.
Ein wichtiger Aspekt in der Zukunft ist die Steigerung der Attraktivität der Wehrmedizinischen Monatsschrift für unseren Nachwuchs. Junge Angehörige in den akademischen Laufbahnen des Sanitätsdienstes müssen spannende Inhalte vorfinden, die möglicherweise Karrierewege eröffnen. Sie sollten aber auch ihrerseits interessante Beiträge beisteuern und sich selber lesen können. Diesen Spirit muss unser Journal zusammen mit unseren Autorinnen und Autoren entwickeln.
Die Ihnen vorliegende Ausgabe präsentiert sich hochaktuell. Gleich zu Anfang berichten GUTSCHE und BOROS über die Volkskrankheit Parodontitis mit neuen Therapieformen. Danach findet sich der Artikel von STARK und GRUNWALD über einen sinnvollen Behandlungsansatz der Hypersomnie. Schon im Vorgriff auf die Invictus Games 2023, die unter Beteiligung des Sanitätsdienstes in Düsseldorf veranstaltet werden, berichten SCHNADHORST et al. über erste praktische Erfahrungen mit diesem wichtigen Thema. Ein großer Block beschäftigt sich mit Infektiologie und Tropenmedizin, eine sich dynamisch entwickelnde Disziplin, die der Sanitätsdienst angesichts des Klimawandels und der zu erwartenden Auslandseinsätze dringend benötigt. Hierzu sehr lesenswert das Grundsatzpapier der Autorengruppe um Wiemer mit daran anschließendem Bericht über das Tropenmedizin-Symposium in Hamburg mit über 80 Teilnehmenden aus 19 Ländern. Nun, viel Spaß beim Lesen und Stöbern in Ihrer „Wehrmedizinischen Monatsschrift“.
Ihr
Prof. Dr. Horst Peter Becker
Generalarzt a. D.