ZUM 85. GEBURTSTAG
Generalstabsarzt a. D. Dr. med. Matthias Jaeger
Am 22. November 2022 vollendete Herr Generalstabsarzt a. D. Dr. med. Matthias Jaeger sein 85. Lebensjahr.
Der Sanitätsdienst der Bundeswehr gratuliert seinem ehemaligen Stellvertretenden Inspekteur und Chef des Stabes InSan herzlich und wünscht ihm weiterhin alles erdenklich Gute, Freude und vor allem Gesundheit. Bereits bei vorherigen Jubiläen wurden der Werdegang und die Verdienste von Dr. Jaeger detailliert beleuchtet. Dennoch sollen einige Meilensteine hier erneut dargestellt werden.
Generalstabsarzt a. D. Dr. Jaeger wurde am 22. November 1937 in Leipzig geboren. Sein Abitur erwarb er im Jahr 1955 in Leipzig, musste die damalige DDR jedoch aus politischen Gründen verlassen und in der Bundesrepublik erneut das Abitur ablegen, um zum Hochschulstudium zugelassen zu werden. Er studierte ab 1956 Humanmedizin in Göttingen und Marburg und erhielt nach der Medizinalassistenzzeit am 31. August 1965 die Approbation als Arzt.
Seine Assistenzarztzeit absolvierte Dr. Jaeger in der chirurgischen Abteilung des städtischen Krankenhauses Siegen-Weidenau, bevor er dann am 7. Februar 1967 im Dienstgrad Stabsarzt seinen Dienst bei der Bundeswehr begann.
In seiner ersten militärischen Verwendung diente er als Truppenarzt im Panzergrenadierbataillon 152, bevor er 1969 die Verwendung als Chef der 2. Kompanie des Sanitätsbataillons 5 und Stellvertreter des Bataillonskommandeurs in Rennerod antrat. Zwei Jahre später wurde er Bataillonskommandeur und im Juli 1972 zum Oberfeldarzt befördert.
Am 1. Oktober 1974 wurde er erstmals in die Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) versetzt, wo er als Referent für Grundsatzfragen der Organisation im Referat InSan II 2 bis März 1979 tätig war.
Mit der Beförderung zum Oberstarzt wechselte Dr. Jaeger im April 1979 zum Sanitätsamt der Bundeswehr als Abteilungsleiter G3 und Leitender Sanitätsoffizier der Zentralen Sanitätsdienststellen der Bundeswehr, die insbesondere mit der operativen Führung der Bundeswehrkrankenhäuser betraut war. Ab Oktober 1981 war er erneut im BMVg tätig, zunächst als Referatsleiter InSan II 2, dann bei InSan II 5 (Infrastruktur). In dieser Zeit schloss er auch erfolgreich seine Promotion ab. Mit der Beförderung zum Generalarzt übernahm er ab 1. Oktober 1987 das Amt des Stellvertreters des Amtschefs des Sanitätsamtes der Bundeswehr in Bonn.
Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Dr. Jaeger im Oktober 1989 mit der Berufung in das Amt des Stellvertretenden Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Chef des Stabes InSan im Bundesministerium der Verteidigung.
In den folgenden gut dreieinhalb Jahren prägte er den Sanitätsdienst durch seine Liebe zum Detail sowie seine besonders menschliche und freundliche Art, die ihn sowohl zu einem strengen und genauen Vorgesetzten, aber vor allem auch zu einem zugewandten Mentor und Lehrer machten. Dies konnte ich als junger Sanitätsoffizier persönlich erleben.
In seiner Dienstzeit trug Dr. Jaeger entscheidend zur Weiterentwicklung des Sanitätsdienstes bei. Neben der Öffnung der Bundeswehr für Frauen wirkte er maßgeblich an der Grundsteinlegung des Versorgungskonzeptes der regionalen truppendienstlichen Versorgung in seiner heutigen Form mit.
Für seine Leistungen wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet. Auch im Ruhestand begleitet Dr. Jaeger die Veränderungen im Sanitätsdienst und der Bundeswehr unverändert interessiert.
Der Sanitätsdienst der Bundeswehr wünscht ihm von ganzem Herzen Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit und noch schöne, erfüllte Jahre in seiner Wahlheimat Bad Krozingen.
Generalstabsarzt Dr. Schoeps
Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen